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Donata Rigg - "Weiße Sonntage"

 

Ladies and gentlemen, dürfen wir vorstellen: Donata Rigg.

 

Donata Rigg
Donata Rigg (Foto: Juliane Henrich)


Wir freuen uns sehr, Donata Rigg mit ihrem ersten Roman "Weiße Sonntage" bei mairisch veröffentlichen zu können.

Ein elegant komponiertes Debüt, wie man lange keines mehr gelesen hat. Oder vielleicht noch nie, denn Donata Rigg schreibt in einem ganz besonderen, eigenen Stil, der - wenn man sich erstmal drauf eingelassen hat - großen Spaß macht, das Gehirn an den richtigen Stellen kitzelt und auch lange nach dem Lesen noch einen tiefen Eindruck hinterlässt.

Kurz zum Inhalt: Martha hat sich das Leben genommen. Ihr Selbstmord führt ihre Zwillingsschwester Maria und deren Lebensgefährten Albert an den Ort der gemeinsamen Kindheit in die süddeutsche Provinz. Im Laufe einer Nacht wird Martha in den Erzählungen der beiden wieder zum Leben erweckt und die besondere Dreiecksbeziehung aufs Neue intensiv durchlebt. Als der Morgen graut, ist alles gesagt und alles anders.

Mehr Infos zum Buch auf unserer Webseite.

 

Donata Rigg, 1976 in Konstanz geboren, lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte u.a. am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie arbeitete als Regieassistentin und Dramaturgin am Theater, als Drehbuchlektorin und als freie Journalistin.


Hallo Donata. Erzähl doch mal, worum es in "Weiße Sonntage" geht.
Das Buch handelt von einer Trennung, von einer existenziellen Krise, um die im Laufe der Erzählung solange wieder und wieder gekreist wird, bis das Gröbste überstanden ist.

Wie kamst Du auf die Geschichte?
Es ist eher so, dass die Geschichte zu mir kam, als eine Art ungebetener Gast. Ich habe mich dann, nachdem ich mich erfolglos gewehrt hatte, mit ihm an den Tisch gesetzt und mich auf ihn eingelassen.

Donata Rigg
Donata Rigg (Foto: Juliane Henrich)

Es gibt ja einige Themen, die im Buch auftauchen - Religion, Provinz, Stadt, Suff. Welche waren Dir davon wichtig und warum?
Vor allem die Provinz, die Religion und die Abhängigkeit haben Martha, den Konterpart der Ich-Erzählerin, und ihr Leben zerstört. Weil es in ihnen unter Umständen die freie Wahl, insofern man sie als Grundbedingung einer menschlichen Existenz sieht, nicht gibt. Wenn sich ein Mensch in dem Maße an seine Umstände ausgeliefert fühlt, wie Martha es tut, ist das tödlich. Die Stadt bzw. Berlin hat einer ganzen Generation das Leben gerettet.

Wie war das Arbeiten für Dich? Wie hast du am Text gearbeitet?
Zunächst gab es lange nur den Anfang, mit dem ich nichts anzufangen wusste. Erst einmal Kampf. Nachdem ich mich an den Stoff gewöhnt hatte, habe ich ihn ausgesessen, ihn Stück für Stück erzählt. Es war ein zäher Prozess, der lange gedauert hat, von dem ich aber eigentlich zu jedem Zeitpunkt wusste, daß er richtig ist.

Wie bist du denn überhaupt zum Schreiben gekommen?

Durch das Lesen. Für mich war es allerdings völlig normal, dass es die anderen sind, die schreiben. An mein Selbstverständnis als Schriftstellerin konnte ich mich dann in Leipzig am DLL mehr und mehr gewöhnen. Die Initialzündung für meinen ersten Text, den ich vor mir selbst ernst nehmen konnte, das war ungefähr vor 9 Jahren, war die Lektüre von Agota Kristofs "Das große Heft". Die sogenannte Abseitigkeit ihrer Perspektive hat mich ermutigt, meiner eigenen Wahrnehmung, im schreibenden Sinne, eine Form zu geben. Ihr Buch handelt von Zwillingen. Es ist schön und lustig für mich, dass ich sie jetzt mit meinem Text, zufällig, grüßen kann.

Weiße Sonntage

Donata Rigg
"Weiße Sonntage"
Roman
Hardcover
144 Seiten | 16,90 €
ISBN 978-3-938539-16-3

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