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Rückblick & Fotos: Finn-Ole Heinrich & Spaceman Spiff

(c) Bernd Semrad
(c) Bernd Semrad

Es ist schon wieder einen guten Monat her, dass wir beide zusammen mit Texten, Liedern, Filmen und viel zu viel Gepäck unterm Arm durch die halbe Republik (wahrscheinlich wahren es eher 3/4) gestolpert sind.

Bei 26 Terminen in 30 Tagen parallel einen Blog zu schreiben, hatten wir uns ein wenig leichter vorgestellt ... dafür war Finn umso fleißiger an seiner Kamera und wir reichen hier verspätet ein paar Schnappschüsse nach. Mit all dem, was wir in diesem einen Monat erlebt haben könnte man wahrscheinlich mehrere Blogs für das nächste Jahr von oben bis unten zukleistern, aber wir nutzen die Zeit lieber zum Durchatmen, wieder-auf-die-Beine-kommen und Vorbereiten ...

Denn: JA, wir werden es wieder tun!

 

Bis dahin:

Lobt niemals die Verkehrslage vor der letzten Ausfahrt, bekommt keine Lachanfälle auf Bühnen, schmiert euch beim Frühstück lieber ein oder zwei Brötchen für die Fahrt – man weiß nie, wann es wieder was zu Essen gibt, bedankt euch herzlichst bei Jackson und Kilian, wenn sie eure treuen Tourbegleiter waren, vertreibt euch die Zeit mit unterirdisch schlechten Wortspielen, vertreibt NICHT euer Publikum mit unterirdisch schlechten Wortspielen, wacht jeden Morgen in einer anderen Stadt auf, verliert für einen Monat euer Zeitgefühl und seid den Menschen dankbar, die vorbei schauen, um ihre Abende mit euch zu teilen ...

Viele Grüße,

Hannes Wittmer

 

P.S. von Finn-Ole Heinrich: Kavka.
Am Samstag Nachmittag waren Hannes und ich bei Radio Fritz, den Auftritt abends in der Schaubühne in Berlin bewerben. Wir latschen also rein ins RBB-Gebäude, warten beim Pförtner, werden abgeholt. Die zwei Gäste, die nach uns in der Show dran sind, sind auch schon da. Und wer ist da nach uns dran? Markus Kavka. Hannes dreht sich zu mir um, flüstert: „Das ist der Kavka!“ Ja, längst erkannt. Vermutlich habe ich mit Heike Makatsch, Mola Adebisi, Charlotte Roche und eben Markus Kavka zwischen meinem 15. und 18. Lebensjahr mehr Zeit verbracht als mit meinem Vater. Also: Zeit damit verbracht, sie anzugucken, während sie zwischen Musikclips rummoderiert haben. Das ist irgendwie immer ein komischer Moment: Wenn man jemanden „kennt“, weil man ihm schon zig Stunden ins Gesicht geguckt hat und dann steht dieser Mensch plötzlich vor einem. Ging mir mit Domian beim WDR genau so.

Äh, naja, wir jedenfalls rein in die Sendung, zwei mal drei Minuten – auch so eine komische Sache, man ist zwei Stunden unterwegs, sitzt ne Stunde rum und nach zwei mal drei Minuten ist alles vorbei. Dann kommen wir aus dem Studio, zwei Songs Zeit, dann soll Kavka rein, der schon im Vorraum sitzt. Er guckt mich an, sagt: „Seit wann hastn eigentlich den Bart? Hätte dich fast gar nicht erkannt.“

Meint der mich? Sagt der grad, ER hätte MICH fast nicht erkannt? Als hätte ICH in den letzten zehn Jahren jeden Tag im Fernsehen alles mit Musik moderiert.

„Was?“

„Den Bart.“

„Äh, seit zwei Jahren, glaub ich.“

„Mh. Gute Texte übrigens!“

„Danke!“
Ich bin perplex. Ich glaub, er merkt es. Hannes lässt seine Gitarre fallen. Findet sein Kapodaster nicht mehr. Kavka grinst. Wir plaudern ein bisschen, über Verlage, Lesungen, Lesetouren, Hannes' neue CD und Konzerte, darüber, dass Kavka eben einen Rennwagen am Brandenburger Tor gefahren hat, mit Vettel. Aha, so sieht also ein Kavka-Samstag aus: Rennwagen fahren in der Innenstadt, Radioauftritt, abends irgendwo auflegen. Hannes und ich wackeln etwas kopfschüttelnd zur Bahn, „erstaunlich klein“, sagt Hannes, „erstaunlich nett, erstaunlich interessiert“.

 

 

 

 

 

 

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